Manöver - Ankern unter Segeln ohne Tide























































Wofür?
Um eine Pause zu machen, um Baden zu gehen, oder aber auch im Notfall, wenn man auf Legerwall sitzt, die Segel nicht einsatzfähig sind und der Motor streikt, empfiehlt es sich den Anker auszupacken.

Kommandos
-Klar zum Ankern!
-Ist Klar.
-Klar zum Aufschiessen!
-Ist Klar.
-Ree!
-Schoten los!
-{Warten bis Boot achteraus treibt}
-Lass fallen Anker!
-Anker ist auf Grund.
-Kette belegen!

Ankerplatz
Bevor man ein Ankermanöver beginnt, muß man unbedingt einen geeigneten Ankerplatz finden. Geeignete Stellen sind in Sportbootkarten vermerkt. Zusätzlich existieren eine große Anzahl von Küstenhandbüchern, in denen Ankerplätze auch genauer beschrieben werden.

Der optimale Ankerplatz sieht wie folgt aus:

Das Manöver genauer:
Sie suchen den richtigen Ankerplatz und besprechen das Manöver mit der Mannschaft. Es ist sinnvoll, vor dem eigentlichen Ankermanöver die Fock zu bergen, damit man auf dem Vorschiff bei der Arbeit mit dem Anker/Ankerkette kein flatterndes Vorsegel mehr hat; das Vorschiff sollte also frei sein. Wenn man aber nur begrenzten Platz für das Segel-Manöver hat, sollte man sie wegen der besseren Manovrierbarkeit des Bootes gesetzt lassen.

  • 'Klar zum Ankern!'

Dieser Befehl sollten Sie schon geraume Zeit vorher geben, da es mitunter sehr lange dauert, bis der Anker wirklich klar ist! Die Kette wird in langen Buchten an Deck ausgelegt (wenn man keine Ankerwinsch hat), so dass sie ungehindert und ohne 'Knoten' ins Wasser gleiten kann. Das Ende der Kette bzw. der Ankertrosse ist zur Sicherheit am Schiff zu befestigt. Es kommt nicht selten vor, dass der Anker über Bord geschmissen wird, man Kette fiert, und weiter fiert und plötzlich schaut man dem Ende der Kette nach, die ins Wasser verschwindet.

  • 'Ist Klar' oder 'Anker ist klar'.
  • 'Klar zum Aufschiessen!'

Dies ist mehr oder weniger dazu da, um der Mannschaft klar zu machen, das es jetzt los geht

  • Ist Klar.
  • Ree! (Beim Legen des Ruders)
  • Schoten los!

Zum Ankern schießen Sie in den Wind auf. Das Schiff bleibt stehen und nimmt Rückwärtsfahrt auf. Ab hier darf dann der Anker geschmissen werden. D.h. nicht den Anker mitsamt der Kette über Bord schmeißen, sondern nachdem der Anker über Bord gehoben wurde, die Kette langsam fieren. Sinn der Rückwärtsfahrt sowie des langsamen Fierens ist, dass die Kette nicht auf dem Anker zu liegen kommt, sich im Anker verfängt, und so der Anker nicht hält.

  • Lass fallen Anker! (Bei Rückwärtsfahrt)
  • Anker ist auf Grund.
  • Kette belegen!
  • (Nachdem mindestens 3 Mal die Wassertiefe gesteckt wurde)

Als Daumenregel sollte mindesten die dreifache Wassertiefe an Kette gesteckt werden. Verwendet man eine Ankerleine, dann sollte die Länge der Leine mindestens der fünffachen Wassertiefe entsprechen. Auch eine Ankerleine sollte einen Kettenvorlauf haben. Wichtig ist hierbei, dass der Zug auf den Anker möglichst horizontal erfolgen soll. Hierdurch wird der Anker eingegraben und - für gewöhnlich - hält er dann. Wird ein Anker steil nach oben gezogen, reisst er aus. Denn horizontalen Zug kann man auch durch Reitgewichte erhöhen.
Nach diesem Manöver ist unbedingt zu überprüfen, ob der Anker auch hält. Dies geschieht folgendermaßen:

  • Einrucken des Ankers - man treibt nicht weiter achteraus
  • keine Vibration der Kette - bei Vibration würde der Anker über den Boden gezogen
  • Ankerpeilung - zwei Objekte ca. 90 Grad versetzt an Land suchen, sie sollten ca. an dieser Stelle bleiben.
ASV i.M.
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